Spanien hat eine lange Zuchtgeschichte, die einige der schönsten Pferderassen der Welt hervorgebracht hat. Es gibt unzählige Pferde, die ursprünglich aus Spanien sind, heutzutage aber extrem selten sind. Schon in der Antike spielten Pferde in der spanischen Geschichte eine große Rolle.

Hier sind 10 atemberaubende spanische Pferderassen und ihre Geschichte!

Spanische Pferderassen im Überblick

Bevor ich einzeln auf die verschiedenen Pferde eingehe, ist hier ein kurzer Überblick über 10 spanische Pferderassen:

  1. Andalusier
  2. Losino
  3. Galizisches Pony
  4. Paso Fino
  5. Paso Peruano
  6. Mérens
  7. Jaca Navarra
  8. Hispano-Breton
  9. Pottok-Pony
  10. Spanish Trotter

10 spanische Pferderassen im Detail

1. Andalusier

Der Andalusier ist wohl die berühmteste spanische Pferderasse der Welt. Die Pferde wurden nach der Region Andalusien benannt und sind die Nachkommen von einer Wildpferdpopulation die auf der iberischen Halbinsel lebten.

Diese Rasse ist atemberaubend schnell und wendig. Aus diesem Grund ist sie in den Ställen der europäischen Königshäuser ein fester Bestandteil. Mit einer Größe von 151 cm und einem Gewicht zwischen 450 und 550 kg vereint der Andalusier enorme Kraft und Beweglichkeit in einem kompakten Rahmen. Das macht diese spanische Pferderasse zu einer guten Wahl für viele Disziplinen.

2. Losino

Losino

Das Losino teilt Blutlinien mit vielen anderen spanischen Ponys und ist leider wie viele andere spanischen Pferderassen vom Aussterben bedroht. Die Nachfrage nach diesem Typ ging Mitte des 20. Jahrhunderts zurück, woraufhin ein Zuchtprogramm eingerichtet wurde, um den Bestand zu erhalten.

Der Losino ist zwischen 132 und 142 cm groß und traditionell schwarz. Sie werden als Reit-, Sport- und Trabrennponys verwendet und sind besonders bei Kindern beliebt.


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3. Galizisches Pony

Cabalo na Serra da Capelada-Galician horse.

Die galizischen Ponies stammen aus dem Nordwesten Spaniens und ist eine der ältesten Ponyrassen der Welt. Diese spanischen Pferde leben in einer feuchten, felsigen Umgebung und sind für ihre Widerstandsfähigkeit bekannt.

Da die Ponyherden immer noch frei herumlaufen, sind sie zu einer beliebten Touristenattraktion geworden. Die Ponys werden aber auch wirtschaftlich genutzt und als Reitpferde, aber auch für die Fleischproduktion verwendet.

Durch ihren kompakten Körperbau sind sie gegen Wind und Wetter bestens gerüstet.

4. Paso Fino

Der Paso Fino entstand aus den vielen Rassen, die Christoph Kolumbus in die Dominikanische Republik brachte. Die Konquistadoren ritten Barbs, spanische Jennets und Andalusier durch ganz Lateinamerika und aus den Nachkommen dieser Pferde entstand der Paso Fino.

Die spanische Pferderasse erfreute sich großer Beliebtheit bei Landbesitzern, die die geschmeidigen Gänge der Pferde über ihre Plantagen schätzten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs brachten Soldaten Paso Finos in die ganze Welt, wo sie schnell überall beliebt wurden.

5. Paso Peruano

Trotz ihres Namens stammen die Paso Peruano ursprünglich aus Spanien und gelangten erst später nach Peru. Das spanische Pferd ist ein mittelgroßes Pferd, das zwischen 140 und 150 cm groß ist und bis zu 550 kg wiegen kann. Es wird angenommen, dass das peruanische Pferd aus der Kreuzung verschiedener spanischer und panamaischer Rassen hervorgegangen ist.

Der schreitende Gang des Peruaners ist der Grund für seine Beliebtheit, denn er ermöglicht ein angenehmes und bequemes Reiten. Daher ist das Pferd auch für Leute mit Rückenschmerzen geeignet.

6. Mérens

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Dieses kleine, wilde Pferd stammt aus Nordspanien, aber auch aus Südfrankreich. Aus den Gebirgsregionen, in denen es entstanden ist, hat es sich Trittsicherheit und Widerstandsfähigkeit bewahrt.

Sie sind zwischen 140 und 151 cm groß und reinrassige Pferde dürfen nur schwarzes Fell haben. Früher wurden sie als Packpferde oder als Zugpferde eingesetzt, aber die Zuchtauswahl hat sich auf einen größeren Typ verlagert. Heutzutage werden sie in der Regel für Reit- sowie für Fahr-, Schau- und Dreitagesturniere eingesetzt.

7. Jaca Navarra

Jaca navarra

Diese kleine spanische Pferderasse stammt aus der nördlichen Region Spaniens. Sie haben einen robusten Körperbau und sind in der Lage, in rauer Umgebung zu leben.

Das Jaca Navarra ist so selten, dass es nur noch einige Hundert Exemplare gibt. Sie gelten als vom Aussterben bedroht, da es nur noch wenige Exemplare in freier Wildbahn gibt. Viele Liebhaber kämpfen aber dafür, dass die Rasse der Welt erhalten bleibt.

8. Hispano-Breton

- CABALLOS -

Der Hispano-Bretone ist durch eine Kreuzung des Andalusiers mit importierten bretonischen Zugpferden entstanden. Es handelt sich um eine große und schwerere spanische Pferderasse.

Sie haben einen zugkräftigen Körper und sind im Allgemeinen etwa 151 cm groß. Es gibt noch wildlebende Pferde, aber die meisten werden gezüchtet und für die Fleischproduktion genutzt.

9. Pottok-Pony

pottok horse

Das Pottok ist eine Ponyrasse, die im Baskenland in Spanien und Frankreich beheimatet ist. Sein Ursprung ist ein Rätsel, obwohl die alte Rasse wahrscheinlich schon seit Tausenden von Jahren in der Region lebt.

Doch heute ist die Rasse in freier Wildbahn aufgrund von Lebensraumverlust und Kreuzungen gefährdet. Diese Pferde sind trittsicher im Gebirge und wurden für Bergbauarbeiten und in Zirkussen eingesetzt.

10. Spanish Trotter

Image from page 315 of "Breeder and sportsman" (1882)

Der Spanish Trotter hat seinen Ursprung auf den Balearen in Spanien. In den 1800er Jahren wurden auf diesen Inseln Trabrennen veranstaltet. Die Züchter veredelten die einheimischen Pferde durch Kreuzung mit importierten Pferden, um an diesen Rennen teilnehmen zu können.

Die spanischen Pferde sind in der Regel gut trainierbar und haben ein ausgeglichenes Temperament, was sie auch für das Freizeitreiten geeignet macht. Noch heute leben die meisten registrierten Pferde dieser Rasse auf der Insel Mallorca.