Quallen sind bei vielen Schwimmern und Tauchern nicht sehr beliebt. Viele Menschen ekeln sich vor ihnen und haben auch Angst gestochen zu werden. Doch ist diese Angst begründet? Im Grunde ist jede Quallenart giftig, doch nur die wenigsten können uns Menschen gefährlich werden. Die meisten Quallen sind deshalb harmlos und für uns Menschen ungefährlich.

Um das Image der Quallen ein wenig aufzubessern, sind hier 10 harmlose Quallen, die du im nächsten Urlaub vielleicht sehen könntest. Dann weißt du, dass du vor ihnen nichts zu befürchten hast!

1. Ohrenquallen

Die Ohrenqualle ist wohl die bekannteste Quallenart der Welt. Sie kommt häufig in großen Schwärmen in Küstennähen vor, da sie dort ihre bevorzugte Nahrung finden. Sie selber werden auch gerne gefressen. Robben, Meeresschildkröten und eine Reihe von Fischen ernähren sich von ihnen. Da sie aber zu 98% aus Wasser bestehen, muss man eine Menge von ihnen fressen, um satt zu werden.

Dazu kommt, dass sie für uns Menschen harmlos sind und absolut ungefährlich. Man kann sie anfassen und wird nichts von ihren schwachen Gift merken. Dennoch sollte man sie am besten in Ruhe lassen, denn auch Quallen haben ein Recht darauf von uns Menschen nicht grundlos gequält zu werden.

2. Kristallqualle

Crystal jelly

Diese anmutige, fast durchsichtige Qualle hat lange, zarte Tentakel. Bei der Nahrungsaufnahme kann sie ihr Maul ausdehnen, um andere Quallen zu fressen.

Wenn sie sich bedroht fühlt, kann sie anfangen zu leuchten, da mehr als 100 winzige, lichtproduzierende Organe ihre äußere Glocke umgeben. Diese harmlose Qualle wird oft für Experimente genutzt, da ihre Fähigkeit zu leuchten etwas Besonders ist.

3. Gepunktete Wurzelmundqualle

Diese Quallenart hat ein ziemlich mildes Gift, weshalb Stiche dieser Qualle für uns Menschen völlig harmlos sind. Außerdem benutzt sie ihr Gift eigentlich nie. Nichtmal für die Nahrungsaufnahme.

Die Gepunktete Wurzelmundqualle ist ein so genannter Filtrierer, ähnlich wie Schwämme und Austern. Das bedeutet, dass sie in der Lage sind, jeden Tag über 50 Kubikmeter Meerwasser zu filtern.

Das Hauptproblem bei dieser Art von Quallen ist, dass ein Schwarm einen Ort komplett von Plankton befreien kann. Für andere Lebewesen, wie Wale oder Fische bleibt dann meist nichts mehr über und sie müssen sich einen anderen Lebensraum suchen.


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4. Spiegelei-Qualle

Fried Egg Jellyfish - Berlin Aquarium

Die Spiegelei-Qualle hat ihren Namen, du kannst es dir bestimmt schon denken, von ihrem ungewöhnlichen Aussehen. Es sieht wirklich so aus, als ob ihr jemand einfach ein Ei auf dem Kopf aufgeschlagen hat. Verrückt oder?

Nichts desto trotz ist diese Qualle auch komplett harmlos und für Menschen ungefährlich. Ihr Gift ist so schwach, dass sich manchmal sogar Baby-Fische zwischen ihren Tentakeln verstecken, als ob sie nur Seegras wären.

Des weiteren kommen sie meist in tieferen Gewässern vor und solange du nicht taust wirst du kaum Berührungspunkte mit dieser tollen Quallenart haben. Wenn du noch weitere außergewöhnliche Quallenarten sehen möchtest, dann klicke hier.

5. Lungenqualle

Die Lungenqualle ist einer der größten Quallenarten aus dem Mittelmeer. Wenn du dort also Urlaub machst, hast du vielleicht das Glück eine zu sehen.

Ihr Schirm kann einen Durchmesser von 60 cm und ein Gewicht von 10 kg erreichen. Man erkennt sie leicht an der weißen Farbe mit den blauen Akzenten. Es ist ein imposantes Tier, das sich mit langsamen und kräftigen Pulsschlägen fortbewegt.

Sie sind zwar giftig, aber dennoch für uns Menschen harmlos und ungefährlich. Bei intensiven Kontakt, könnte man eine Art leichte Verbrennung bekommen, aber man sollte sowieso niemals so dicht an ein Wildtier heran.

In manchen Ländern werden die Lungenquallen auch gerne als Delikatesse gegessen. Jedem das Seine würde ich sagen.

6. Meerwalnuss

Mnemiopsis leidyi

Die Meerwalnuss ist zwar ungefährlich und harmlos für uns Menschen, doch auf das Ökosystem hat sie fatale Einflüsse. Das Schwarze Meer war aufgrund von Überfischung und Verschmutzung bereits in Schwierigkeiten, als die Meerwalnuss auftauchte und die Fischpopulationen dezimierte, indem sie die Eier und Larven der Fische und auch die planktonische Beute der Jungfische fraß.