Werbung

Alle Füchse gehören zur Familie der Canidae (Hunde). Sie sind sehr eng verwandt mit anderen Caniden wie Hunden, Schakalen oder Wölfen. Ihre Fähigkeiten und ihr Aussehen haben sich an ihre prägenden Umgebungen angepasst.

Es gibt noch 13 lebende Fuchsarten, sowie 7 schon ausgestorbene. Manche Fuchsarten sind aber noch nicht entdeckt oder wurden noch nicht offiziell anerkannt.

Werbung

Merkmale der Füchse

Füchse sind sehr intelligente Tiere. Ihr Körperbau und geistigen Fähigkeiten machen sie zu hervorragenden, schnellen und effektiven Jägern. Füchse sind Allesfresser und ernähren sich in Zeiten von Hunger auch von Aas und Abfällen. Sie sind als opportunistische Tiere bekannt, das heißt, dass sie ohne vorher zu wissen, was sie erlegen wollen losziehen. Sie jagen auch Beute, die größer ist als ihr eigener Körper, aber bevorzugen lieber Nagetiere, wie Mäuse oder Kaninchen. Desweiteren sind Füchse nachtaktiv und kommen demnach erst in den Dämmerungsstunden aus dem Bau hervor.

8 Spannende Fuchsarten im Überblick

1. Rotfuchs (Vulpes vulpes)

Der Rotfuchs oder auch gemeine Fuchs genannt, ist die bekannteste Fuchsart. Er erhielt diesen Namen für sein rot-orangefarbenes Fell, welches schon ein wenig ins Braune tendiert. Die Pelzindustrie ist noch immer der Grund, warum der Rotfuchs seit vielen Jahren verfolgt und gejagt wird.

Man kann diese Füchse überall auf der Nordhalbkugel finden, in: Bergen, Ebenen, Wäldern, Stränden und sogar Wüsten oder gefrorenen Gebieten. In südlicheren Gebieten kommt diese Fuchsart auch vor, aber eher selten. Im 19. Jahrhundert wurden sie in Australien ausgewildert und vermehren sich dort bis heute. Sie gelten sogar als Problem für die lokalen Tiere.

Werbung

Rotfüchse sind Einzeltiere, die nur während der Fortpflanzungszeit, während der Wintermonate, zusammenkommen. Die Aufzucht von Baby-Rotfüchsen wird von beiden Elternteilen durchgeführt, wobei die Männchen weiterhin dafür verantwortlich sind, den Weibchen Nahrung zu bringen. In Gefangenschaft kann dieser Fuchs bis zu 15 Jahre leben, doch in der Natur wird er meistens nur 2-3 Jahre alt.

2. Swiftfuchs

Swift Fox-59

Der Swiftfuchs hat Ähnlichkeiten mit dem Rotfuchs, insbesondere in Bezug auf sein orangen-braunes Fell. Der Körper ist jedoch viel schmaller und kleiner gebaut.

Sie kommen häufig in den Graslandschaften Nordamerikas vor, sowohl in den USA als auch in Kanada. Ihre Brutzeit umfasst Wintermonate und Teile des Frühlings. Es ist der weibliche Swiftfuchs, die ihr Territorium verteidigt, während die Männchen diese Territorien nur während der Paarungszeit besuchen. Sobald die Nachkommen unabhängig sind, wird das Männchen gehen müssen.

Werbung

In freier Wildbahn kann diese Fuchsart bis zu 6 Jahre alt werden, was deutlich älter ist, als bei den meisten anderen Fuchsarten!

3. Polarfuchs

Der Polarfuchs ist bekannt für sein spektakuläres und makelloses weißes Winterfell. Die Farbe seines Fells ist aber nicht das ganze Jahr so schön weiß. In den wärmeren Monaten färbt sich das Fell leicht bräunlich, da auch der Schnee schmiltzt.

Werbung

Diese Tiere kommen im gesamten Nordpol von Kanada bis Sibirien vor. Sie sind eine der wenigen Fuchsarten, die bei so niedrigen Temperaturen überleben können. Dank ihrer dicken Haut und sehr dichten Fell sind ihre Körper gut auf die Aufrechterhaltung der Körperwärme ausgelegt.

Aufgrund der kalten Umgebung, in der diese Tiere leben, gibt es nicht sonderlich viel Nahrung. Deshalb mussten diese Füchse das Beste aus ihren Ressourcen machen und müssen auch Tiere jagen, die unter Schnee leben: ohne sie tatsächlich sehen zu können. Ihre häufigste Beute sind Lemminge, aber sie essen auch Robben, Mäuse und Fisch.

Diese Tiere sind auch Einzelgänger, aber sobald sich ein Paar zum ersten Mal paart, tun sie dies zu jeder Jahreszeit, bis eines der beiden stirbt. Deshalb gelten diese Tiere als eines der treuesten Tiere der Welt.

Werbung

4. Fennek oder Wüstenfuchs

Der Wüstenfuchs hat ein sehr charakteristisches Gesicht mit sehr kleinen Augen und auffällig großen Ohren. Diese Anatomie ist eine Folge seiner Wüstenumgebung. Ihre großen Ohren ermöglichen eine stärkere Abgabe von innerer Wärme und helfen dem Körper, sich abzukühlen. Denn in der Wüste ist es für einen Körper extrem schwer die optimale Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Sein Fell ist beige oder hell cremefarben, was ihm hilft, sich gut in seiner Umgebung zu tarnen.

Man kann diese Fuchsart in Nordafrika finden, besonders häufig in der Sahara-Wüste. Sie kommen aber auch in Syrien, im Irak und in Saudi-Arabien vor. Dieser nachtaktive Fuchs ernährt sich von Nagetieren, Insekten und Vögeln. Theretisch müssen sie eigentlich nie trinken. Dies liegt daran, dass sie das meiste Wasser, das sie benötigen, von ihrer Beute erhalten.

5. Graufuchs

Fuchsarten: Graufuchs

Trotz dess Namens ist der Graufuchs eigentlich gar nicht grau. Ihr Fell wechselt zwischen schwarzen und weißen Haaren, weshalb man von weiter weg meinen könnte, dass das Fell grau ist. Außerdem kann man meistens noch ein rötliches Braun im Fell erkennen. Der Graufuchs ist eine der größten und bekanntesten Fuchsarten.

Werbung

Sie sind in fast ganz Amerika verbreitet, von Kanada bis Venezuela. Eines der auffälligsten Merkmale ist, dass sie dank ihrer starken und scharfen Krallen auf Bäume klettern können. Außerdem können sie auch schwimmen. Diese beiden Eigenschaften verleihen dem Graufuchs eine große Jagdfähigkeit. Normalerweise jagen sie ihre Beute über große Entfernungen und treiben sie zum Wasser in eine Falle, wo es einfacher ist, sie zu töten.

Ihre Brutzeit findet in den wärmeren Monaten statt. Sobald sich zwei graue Füchse paaren, werden sie dies ein Leben lang tun. Wahrlich treue Partner!

6. Kitfuchs

Fuchsarten Kitfuchs

Die Kitfüchse sehen eigentlich gar nicht wie typische Füchse aus. Sie haben einen sehr dünnen und schlanken Körper, ein rotgraues Fell und große Ohren. Es ist die kleinste Fuchsart auf der Welt.

KitFüchse kommen in trockenen Präriegebieten im Südwesten der USA und in Mexiko vor. Dieser Fuchs ist sowohl nachtaktiv als auch tagaktiv, daher hat er eine größere Auswahl an Beute und Nahrung.

Werbung

Die Brutzeit für diese Füchse ist Oktober und November. Das Weibchen kümmert sich um die Welpen, während das Männchen für die Bereitstellung des Futters verantwortlich ist.

7. Tibetfuchs

Tibetan Sand Fox, Tibet 2017

Der tibetische Sandfuchs (Vulpes ferrilata) ist ein Wüstenfuchs aus Indien, China und Tibet. Sie bevorzugen hochgelegene Felsgebiete und Steppen. Sie graben ihre Höhlen unter großen Felsblöcken und an den Seiten von Klippen. Diese Füchse gibt es in einigen verschiedenen Farben, einige sind schwarz, mit roten Farbtönen und gelber Farbe.

Sie sind monogame Füchse, die sich ein Leben lang paaren. Ihre Welpen werden im April und Anfang Mai geboren. Pro Wurf gibt es zwischen 2 und 5 Welpen. Ihre Kinder bleiben etwas länger in der Höhle als bei den meisten anderen Fuchsarten und verlassen den Bau etwa 2-3 Wochen später als für gewöhnlich.

8. Steppenfuchs

corsac fox

Der Steppenfuchs (Vulpes corsac) ist ein Wüstenfuchs, der in Zentralasien und Teilen des Nahen Ostens lebt. Sie bevorzugen Halbwüstenregionen und Gebiete ohne Wälder und ohne menschliche Aktivität. Sie sind nachtaktiv und jagen hauptsächlich nachts. Diese Fuchsart zieht es vor, die Höhlen anderer Tiere zu übernehmen und sie in ihre Höhlen zu verwandeln.

Sie sind mittelgroße Füchse, kleiner als Rotfüchse, aber größer als andere Wüstenfüchse wie der Fennek.

Werbung