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Die in Südamerika beheimate Art “Bombus dahlbomii” gilt als größte Hummel der Welt. Die Königinnen werden bis zu 4,5 cm lang, was doppelt bis 3-fach so groß ist, wie unsere Hummeln in Europa. Die Einheimischen nennen sie auf Grunde der Größe auch die “Fliegende Maus”.

Doch ihre Größe schützt sie nicht davor in den letzten Jahrzehnt fast komplett auszusterben. Ihre Population in Chile und Argentinien sind so gut wie nicht mehr vorhanden. Keiner weiß wie viele es überhaupt noch gibt und Forscher sind sich einig, dass es für einen Schutz der größten Hummel der Welt fast zu spät ist.

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Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen und wie konnte eine Art die in diesem Bereich der Erde für Hunderte Jahre gelebt hat, in einer so kurzen Zeit fast komplett verschwinden?

Bombus dahlbomii

Wie der Mensch die größte Hummel der Welt ausgerottet hat

Alles begann 1997 als 2 europäische Hummel-Arten nach Chile eingeführt wurden. Es handelte sich dabei um die Dunkle Erdhummel und die Feldhummel. Dort sollten sie bei der Bestäubung von landwirtschaftlichen Gewächhauskulturen helfen. Das dass nicht gut gehen konnte ist wohl heutzutage allen klar. Ein Teil der Hummeln brach aus und verteilte sich in der Wildnis. Im Jahr 2006 kamen sie dann auch in Argentinien an.

Damit begann für die größte Hummel der Welt das Unheil. Nicht nur stellten die neuen Hummeln eine Konkurrenz da, sondern sie waren auch noch mit Parasiten aus Europa infiziert. Der Parasit “Apicystis bombi” befällt alle Bienenarten und besonders Hummeln und löst Krankheiten aus. Im Gegensatz zu den heimischen Hummeln waren die Europäischen Hummeln meist immun gegen diese Krankheiten.

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Nun wurde die “Bombus dahlbomii” mit dem Parasiten infiziert, welcher bei ihnen für veränderte Abläufe und einer hohen Sterberate der Arbeiter-Hummeln führte. Wenn man die Ausbreitung des Parasiten unter Kolonien der größten Hummel der Welt nicht stoppen kann, wird es nicht lange dauern bis diese komplett ausgestorben ist.

Doch das ist kein Einzelfall

Trotz des Wissens, dass bis zu 77% eingeführter, nicht heimischen Hummeln und Bienen solche Parasiten beinhalten, werden auch noch heutzutage noch Millionen Bienen Kolonien kommerziell in andere Länder exportiert. Sollten davon welche in die freie Wildbahn gelangen, haben die heimischen Arten meist schlechte Karten!

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