Der Braunbär, auch als Grizzly bekannt, ist mit erstaunlich starken Vorderbeinen die schnellste der acht Bärenarten und erreicht laut National Wildlife Federation Geschwindigkeiten von bis zu 56 Kilometer pro Stunde. Der Grizzly ist nur geringfügig schneller als die weltweit am häufigsten vorkommende Bärenart, der amerikanische Schwarzbär.

Natürlich kann ein Bär eine solche Leistung nur auf dem Höhepunkt seiner Sportlichkeit vollbringen – nicht frisch aus dem Winterschlaf, nachdem er 15% bis 30% seines Körpergewichts verloren hat – und nur auf bestimmten weichen, ebenen Oberflächen, auf denen er mit seinen Krallen guten Halt findet.

Wie schnell ist ein Bär? (Liste)

  • Amerikanischer Schwarzbär: 48 km/h
  • Asiatischer Schwarzbär: 40km/h
  • Braunbär: 56 km/h
  • Eisbär: 40 km/h
  • Brillenbär: 48 km/h
  • Panda: 32 km/h
  • Malaienbär: 48 km/h
  • Lippenbär: 32 km/h

Kann man einen Bär davonlaufen?

Nicht einmal der schnellste bekannte Mensch der Erde, Usain Bolt, könnte einem entschlossenen Schwarz- oder Grizzlybären mit Höchstgeschwindigkeit entkommen. Der berühmte jamaikanische Sprinter erreichte 2009 bei einem Rennen in Berlin die schnellste gemessene Rennngeschwindigkeit aller Zeiten. Er wurde mit einer verblüffenden Geschwindigkeit von 45 Kilometer pro Stunde getaktet, ungefähr 20 km/h schneller als der durchschnittliche Mensch. Trotzdem ist das noch langsamer als die Geschwindigkeit eines Schwarz – oder Braunbären.

Mit seiner Rekordgeschwindigkeit kann Bolt möglicherweise einem schwerfälligen Eisbären oder einem asiatischen Schwarzbären (Malaienbär), der eine Höchstgeschwindigkeit von 48 km / h erreicht, oder einem Panda- oder Faultierbären, der angeblich 32 km / h erreichen kann, entkommen. Trotzdem zeigen die Liniendiagramme, die seine halsbrecherischen Sprints darstellen, dass er – wie jeder Mensch – sein maximales Tempo nur ein bis zwei Sekunden lang halten kann. Ein Bär kann jedoch nach mehreren Berichten aus den 1930er Jahren im Yellowstone-Nationalpark seine maximale Geschwindigkeiten über mehrere Kilometer halten.

Der durchschnittliche Mensch, der mit einer vergleichsweise trägen Geschwindigkeit von 24 km / h läuft, hätte einfach keine Chance. Die gute Nachricht ist, dass Bären und die meisten Wildtiere, Menschen lieber meiden, als hinter ihnen herzu rennen. Sie greifen im Allgemeinen nur an, um ihre Nahrung, Jungen und ihr Territorium zu schützen.

Wieso sind Bären so schnell?

Trotz ihrer stämmigen, kastenförmigen Gestallt, flachen Füße und der dicken Fellschicht, von der man denken würde, dass sie sie beschweren würde, sind die Arten überraschend schnell. Insbesondere Grizzlies haben hervorstehende Schulterblätter mit Muskelmasse, die ihre Vorderbeine zum Laufen und Graben anregen. Dieser Muskelhaufen erzeugt einen markanten Buckel auf dem oberen Rücken – der beste Weg, einen Grizzly von einem Schwarzbären zu unterscheiden.

Bären haben auch beeindruckende Krallen, die bis zu 12 cm lang werden können, was ihnen hilft, auf weichem Land Fuß zu fassen, aber ihre Lauffähigkeit auf harten Oberflächen wie Asphalt beeinträchtigen kann.

Diese einseitige Statur hat lange den Eindruck erweckt, dass die Tiere nicht bergab laufen können, aber dieser Mythos wurde wiederholt entlarvt. Allein die Yellowstone Nature Notes von 1937 liefern anekdotische Beweise dafür, dass ein berühmter Bär namens Clubfoot tatsächlich langsamer auf- als abstieg.