Russland ist mit Abstand das größte Land der Erde und erstreckt sich über 11 verschiedene Zeitzonen. Da gibt es natürlich auch eine Menge Lebensraum für viele verschiedene Hunderassen.

Jede russische Hunderasse wurde so gezüchtet, um mit dem typisch rauen Klima Russlands klarzukommen. Sie wurden für die Jagd, als Wachhund oder als Familienhund eingesetzt und manche russische Hunderassen sind heutzutage über die ganze Welt bekannt. Hier sind 14 russische Hunderassen, die dich begeistern werden!

1. Siberian Husky

Der Siberian Husky ist zweifelsohne die beliebteste und auch bekannteste russische Hunderasse. Zwar werden sie heutzutage nicht nur noch zum Schlittenziehen genutzt, doch viele von ihnen leben immer noch in Sibirien und arbeiten.

Diese Hunde machen keine halben Sachen, wenn es um Arbeit geht. Sie brauchen und lieben sie sogar. Huskys sind keine Stadthunde und brauchen viel Bewegung und auch die Kälte.

Sie sind der perfekte Hund für Besitzer, die einen aktiven Lebensstil mögen. Wenn man ihnen die Möglichkeit gibt, rennen sie den ganzen Tag.

2. Russischer Schwarzer Terrier

Der Name dieser russischen Hunderasse ist etwas irreführend, denn es handelt sich keineswegs um einen Terrier, sondern um einen Arbeitshund. Diese kräftigen Hunde wurden gezüchtet, um in der Armee als „Superhunde“ zu dienen.

Um diesen Superhund zu schaffen, wurden Berichten zufolge Rassen wie Neufundländer, Airedales, Rottweiler und Riesenschnauzer gekreuzt. Durch ihr dichtes und dickes Fell kommen sie auch mit minus Temperaturen sehr gut klar.

Schwarze Russische Terrier sind unglaublich intelligent und lieben es, eine Aufgabe zu haben, was ihre Erziehung relativ einfach macht! Man muss sie nur beschäftigen und keine Langeweile aufkommen lassen.

3. Kaukasischer Owtscharka

Der Kaukasische Owtscharka, auch als Bärenhund bekannt, ist die größte russische Hunderasse. Er kann bis zu 100 kg wiegen. Er ähnelt, wie der Spitzname schon verrät, eher einen Bären als einem Hund.

Die Abstammung des Kaukasischen Owtscharka geht auf über 2.500 Jahre Geschichte zurück, was ihn zu einer der ältesten russischen Hunderassen macht. Er stammt aus dem Kaukasusgebirge, wo er zum Bewachen von Herden, zur Bärenjagd, zum Töten von Wölfen und zum Schutz von Grundstücken eingesetzt wurde.

Seine unbändige Kraft und Wildheit machten die Rasse zu einem beliebten Polizei- und Wachhund in ganz Europa. Während der kommunistischen Ära wurde diese Rasse zum Schutz von Gefangenen in Gulag-Lagern und als Grenzschutzhund entlang der Berliner Mauer eingesetzt.

Kaukasische Owtscharka-Hunde eignen sich zwar hervorragend als Wachhunde, sind aber nicht ideal für Erstbesitzer, da sie wild und schwer zu kontrollieren sein können.

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4. Samojede

Das immerwährende Lächeln dieser flauschigen und süßen Hunde ist das Ergebnis ihrer russischen Erziehung. Da Samojeden für die Arbeit in den sibirischen Minusgraden gezüchtet wurden, sind ihre Mundwinkel nach oben gebogen, um zu verhindern, dass sich ihr Sabber in Eiszapfen verwandelt.

Samojeden sind dennoch freundlich, intelligent und anpassungsfähig. Ursprünglich wurden sie zum Bewachen von Rentieren und zum Transportieren schwerer Lasten in der sibirischen Tundra eingesetzt.

Sie brauchen daher von Natur aus viel Bewegung, Spielzeit und Aufmerksamkeit. Ihr dichtes Fell braucht allerdings auch viel Arbeit und muss täglich gepflegt werden.

5. Barsoi

Der Barsoi ist ein großer Windhund, der für seinen majestätischen Gang, seine atemberaubende Schönheit und sein ruhiges Temperament bekannt ist. Obwohl sie als eine russische Hunderasse gelten, glauben viele, dass sie eigentlich aus zentralasiatischen Ländern stammen.

Sie sind extrem schnell und können Geschwindigkeiten von bis zu 35 km/h erreichen. Kein Wunder mit ihren langen Beinen und schmalen Körper sind sie zum Rennen gemacht.

Die meisten Barsois haben ein weißes Fell mit braunen oder hellbraunen Flecken. Es gibt aber auch einige mit anderen Fellfärbungen.

6. Russischer Spaniel

Den russischen Spaniel gibt es noch nicht sehr lange; er wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs in Russland gezüchtet. Dennoch hat die kurze Geschichte, die sie auf der Erde haben, sie bei vielen Menschen beliebt gemacht. Sie eignen sich hervorragend als Begleiter für Jäger.

Aber auch als Familienhund sind sie sehr gut geeignet, da sie gut mit Kindern umgehen können und extrem verspielt sind.

Russische Spaniels sind zwar energiegeladen, aber sie brauchen nicht so viel Bewegung, um glücklich zu sein. In der Regel reichen etwa 45 Minuten Bewegung pro Tag aus, um diese Rasse zufrieden zu stellen. In Großstädten kann es allerdings ein wenig kritisch werden.

7. Karelischer Bärenhund

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Der Karelische Bärenhund ist eine russische Hunderasse, die ursprünglich als Begleiter und Wachhund russischer und finnischer Bauern diente. Dieser Spitz-Typ wurde zur Jagd auf Großwild eingesetzt und kommt heutzutage nur noch in Schwarz-weiß vor. Es heißt, dass alle heute lebenden Karelischen Bärenhunde von den härtesten Hunden abstammen, die den Kampf und die unglaublich harten Bedingungen überleben konnten.

Die Rasse ist heute noch in Finnland und Russland weit verbreitet, aber in anderen Teilen sehr selten.

Des weiteren gelten sie als extrem intelligent und unerschrocken und sind deshalb auch noch bis heute in den ländlicheren Regionen Russlands und Finnlands sehr beliebt.

8. Russkiy Toy

Der Russian Toy Terrier, auch bekannt als Russkiy Toy, ist ein Miniatur-Schoßhund, der als lustiger Begleiter für russische Aristokraten gezüchtet wurde. Diese Rasse zeichnet sich durch langes, abstehendes Fell an den Ohren aus, welches sie so beliebt machte.

Der Russkiy Toy ist charmant, loyal und anhänglich. Wie die meisten Toy-Hunde ist auch dieser Hund unglaublich frech und kann schnell zum Kläffer werden, wenn er nicht genug Aufmerksamkeit bekommt.

Außerdem scheinen die Russkiy Toys nicht zu merken, wie klein sie sind, denn sie zögern nicht, große Hunde herauszufordern.

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9. Yakutskaya Laika

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Ursprünglich wurde dieser Arbeitshund in der Region Jakutien in Sibirien zum Jagen, Hüten und Schlittenfahren eingesetzt und ist für seine aktive und anhängliche Art bekannt. Die einheimischen Jakuten behandelten diese Welpen wie Familienmitglieder, und so entwickelte sich die Rasse zu einem besonders treuen, süßen und anhänglichen Hund.

Yakutische Laikas sind sanft zu Kindern und können eigentlich gar nicht aggressiv werden. Diese russische Hunderasse lieben Bewegung und Ausflüge.

10. Zentralasiatischer Owtscharka

Der Zentralasiatische Owtscharka, eine der ältesten russischen Hunderassen, lässt sich bis vor über 5.000 Jahren zurückverfolgen. Seit Tausenden von Jahren bewachen diese Hunde das Vieh und das Eigentum der örtlichen Bauern.

Obwohl man annimmt, dass sie ursprünglich aus Zentralasien stammen, wurde Russland (Sowjetunion) für die Standardisierung dieser Rasse in den 1920er Jahren verantwortlich gemacht.

In den frühen 2000er Jahren waren die zentralasiatischen Owtscharka sehr beliebt. Zu einem bestimmten Zeitpunkt waren sie sogar der beliebteste Hund in Russland.

11. Westsibirischer Laika

Westsibirische Laikas stammen von Wölfen ab, weshalb die moderne Rasse ein wenig wolfsähnlich aussieht. Sie wurden ursprünglich für die Jagd auf Groß- und Kleinwild gezüchtet. Sie haben diesen Jagdinstinkt bis heute beibehalten und lieben es zu jagen.

Es ist im Allgemeinen keine gute Idee, einen Westsibirischen Laika zu halten, wenn man in der Stadt wohnt oder nicht gerne auf die Jagd geht. Ihre Erziehung ist schwierig, da sie stur sind.

Dieser Hund fühlt sich auf engem Raum nicht wohl. Sie sind sehr wachsam und fangen laut an zu bellen, wenn ihnen etwas verdächtig vorkommt, was die Nachbarn sehr verärgern kann. Außerdem brauchen sie viel Platz zum Herumstreifen.

12. Osteuropäischer Schäferhund

Der Osteuropäische Schäferhund wurde in den 1930er Jahren von der Sowjetunion entwickelt, um Polizei und das Militär zu unterstützen. Er ist die russische Version des Deutschen Schäferhundes.

Tatsächlich wurden diese Hunde nach dem Vorbild des Deutschen Schäferhundes entwickelt. Aufgrund des rauen Klimas in Russland musste ein kräftiger Polizeihund gezüchtet werden, der den eisigen Temperaturen standhalten konnte.

Diese Hunde haben viele der gleichen Eigenschaften wie der Deutsche Schäferhund. Sie sind jedoch etwas größer.

13. Südrussischer Owtscharka

Der südrussische Owtscharka ist einer der beliebtesten Wachhunde auf dieser Liste. Seine Bestimmung war es, ein Allround-Wachhund zu sein, der seine Familie und sein Eigentum mit großer Loyalität beschützt. Das macht es allerdings schwer, sie in das Familienleben einzugliedern, da sie recht unabhängig leben.

Diese russische Hunderasse mag es nicht, auf engem Raum zu leben, und werden daher das Leben in einer Wohnung hassen. Ein Haus mit großen Zimmern und einem entsprechenden Garten trägt wesentlich dazu bei, dass der Südrussische Owtscharka zufrieden ist.

Sie sind sehr energiegeladene Hunde, die täglich mindestens 70 Minuten Bewegung brauchen.

14. Moskauer Wachhund

Moscow watchdog Gaia

Der Moskauer Wachhund wurde, wie der Name schon vermuten lässt, in Moskau gezüchtet, um ein Wachhund zu sein. Sie wurden gezüchtet, um mit den harten Wintern in Moskau fertig zu werden und das Eigentum zu bewachen. Auch im Winter!

Daher können diese Hunde aggressiv sein, wenn sie nicht richtig sozialisiert werden und ein gründliches Gehorsamstraining erhalten. Sie genießen es, die Familie zu begleiten, sind aber auch sehr beschützend und reagieren oft aggressiv auf vermeintliche Bedrohungen.