Wusstest du, dass es auch mal in Deutschland Elche gab? Diese wurden aber leider schon vor Jahrzehnten von uns Menschen verdrängt. Heutzutage kommen manchmal noch Elche aus Osteuropa zu uns und fühlen sich besonders im dünn besiedelten Brandenburg in den Mooren wohl. Wir können nur hoffen, dass sich Elche hier wieder ansiedeln.

Hier sind 10 extrem spannende Fakten über Elche, die du unbedingt kennen solltest!

1. Wie groß werden Elche?

Elche sind mit die größten Säugetiere an Land und sind auch die größten aus der Familie der Hirsche. Im Durchschnitt werden erreichen Elche eine Schulterhöhe von 1,8 Meter und wiegen bis zu 400kg.

Der Alaska-Elch (Alces alces gigas) ist die größte Unterart und damit der größte Elch der Welt. Ein männlicher erwachsener Alaska-Elch kann mit Leichtigkeit eine Schulterhöhe von 2,1 Meter erreichen und die großen, älteren Elche wiegen bis zu 850 kg. Die Weibchen sind ein wenig kleiner, aber bringen immer noch bis zu 650kg auf die Waage.

2. Sind Elche gefährlich?

Elche sind von Natur aus nicht aggressiv, aber wollen auch nicht gestört werden. Sie greifen an, wenn sie sich von Menschen, Hunden oder Fahrzeugen bedroht fühlen. Besonders wütend werden sie und treten oder stampfen, um ihre Nachkommen zu schützen. Solange du dich nicht unbemerkt näherst, sie bedrängst oder dich dem Nachwuchs näherst, brauchst du keine Angst vor Elchen haben.

Man erkennt einen wütenden Elch daran, dass er seine Ohren zurücklegt, die langen Haare auf seinem Buckel aufgerichtet sind und er sich die Lippen leckt. Jetzt sollte der Moment spätestens gekommen sein, sich zu entfernen und sich im Auto oder hinter einem Baum zu verstecken.

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3. Sind Elche vom Aussterben bedroht?

Zurzeit geht es dem Elch einigermaßen gut und manche Populationen wachsen sogar. Vielleicht wandern sie auch wieder zurück nach Deutschland ein. Dennoch sollte man sich nicht zu sicher fühlen.

Neben der Jagd sind Elche auch durch den Verlust ihres Lebensraums bedroht, da der Mensch in ihre Umgebung vordringt, um Häuser, Farmen und Infrastruktur zu bauen. Des weiteren sind sie auch Opfer von Autounfällen auf den Landstraßen.

Auch die Klimakrise wirkt sich negativ auf Elche aus, da die Erwärmung der Temperaturen leichteres Spiel für Parasiten und Krankheiten bietet. Wenn es zu warm wird, verlieren Elche an Gewicht, vermehren sich nicht mehr so häufig und sind anfälliger für Krankheiten. In warmen Wintern gibt es auch mehr Zecken, die dafür bekannt sind Krankheiten an die Elche zu übertragen.

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4. Sie nutzen ihre Geweihe zum kämpfen

Bei der Abwehr von Raubtieren kommt das Geweih nicht so sehr zum Einsatz, wie viele vielleicht denken könnten. Um Raubtiere abzuwehren nutzen sie eher ihre starken Beine und Hufen.

Die Geweihe sind nur bei männlichen Tieren zu finden und werden hauptsächlich zum Kämpfen und zum Angeben verwendet. Während der Paarungszeit im Herbst durchstreifen die Bullen auf der Suche nach Weibchen, die sie begatten wollen, ein weites Gebiet. Sie bauen ihr Revier auf, indem sie andere Männchen in der Umgebung bekämpfen.

Die Kämpfe sind nicht immer ein Kampf auf Leben und Tod, und oft zieht sich ein konkurrierender Elch aus einem Kampf zurück, wenn der Herausforderer ein beeindruckenderes Geweih hat. Ein großes Geweih ist aber nicht immer eine Freifahrtsschein. Einige Männchen mit besseren Navigationsfähigkeiten – oder einfach nur mit Glück – können zufällig auf ein Weibchen treffen und den nervenauftreibenden Kampf auslassen.

5. Ihre Geweihe sind unglaublich schwer

Wie die Elche selbst sind auch die Geweihe nicht immer gleich groß. Die Geweihe sind im Wesentlichen ein großer Knochen und wiegen daher in der Regel ziemlich viel; die Bullen entwickeln muskulöse Hälse, um die enormen Geweihe zu halten. Ein ausgewachsenes Elchgeweih kann manchmal bis zu 20kg wiegen. Da braucht man ordentliche Muskeln.

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6. Sie verlieren und erneuern ihr Geweih jährlich

Ein Elch wirft sein Geweih jährlich ab, was aber auch jährlich wieder nachwächst. Das Geweih ist ein Zeichen von Dominanz und hilft den Bullen (männlichen Elchen), ihre Augen zu schützen, wenn sie um eine Partnerin kämpfen. Manchmal bespritzen sie ihr Geweih mit Urin, um die Weibchen noch mehr zu beeindrucken.

Das Geweih besteht aus Knochen und ist mit einer weichen Haut, dem Samt, überzogen. Es entwickelt sich schnell und wächst innerhalb von neun Tagen um bis zu acht cm. Vor der Paarungszeit im September erleben die Bullen einen Testosteronschub, der dazu führt, dass der Samt abfällt und die nackten Knochen übrig bleiben.

7. Können Elche schwimmen?

Es kommt vielleicht nicht so rüber, aber Elche sind von Natur aus begabte Schwimmer. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Elch direkt in einen See springt und ihn mit einer unglaublichen Geschwindigkeit durchschwimmt. Das Schwimmen müssen sie gar nicht lernen. Schon die Kälber schwimmen einfach instinktiv los.

8. Was fressen Elche?

Mit der enormen Größe kommt auch ein riesiger Appetit. Elche sind Pflanzenfresser und verschlingen im Sommer locker 50kg Pflanzen und Blätter am Tag. Im Winter ein bisschen weniger. Elche fressen eine Reihe von Sträuchern, Gehölzen und Wasserpflanzen; im Winter ist ihr Speiseplan eingeschränkter, dann fressen sie die Knospen der Pflanzen.

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9. Wo leben die meisten Elche?

Obwohl es in Kanada die meisten Elche gibt, findet man sie auch in Alaska, Fennoskandien, im Baltikum (Estland, Lettland und Litauen) und in Russland. Während in Kanada etwa 500 Tausend bis 1 Million Elche leben, gibt es in Russland etwa 600 Tausend Elche. Es folgen die Vereinigten Staaten und Schweden mit jeweils 300.000 Tieren.

10. Ihre Feinde sind Wölfe und Bären

Neben den Jägern, werden Elche besonders von Wölfen und Bären gejagt. Der graue Wolf lebt heute in verschiedenen Lebensräumen, wie Berggebieten, Wäldern, Tundra, Grasland und sogar Wüsten. In Alaska gibt es etwa 7.000 bis 11.000 Wölfe, die nicht wenige Elche im Jahr erlegen können.