Der asiatische Kontinent hat nicht nur kulturell viel zu bieten, sondern auch die Tierwelt ist die außergewöhnlichste der Welt. Hier gibt es unglaublich viele verschiedene Tierarten, die viele in Europa noch gar nicht kennen.

Dieser Artikel befasst sich mit der Tierwelt Asiens und enthält eine Liste dieser Tiere und ihrer verblüffenden Fakten. Damit möchte ich seltene asiatische Tiere mehr bei uns bekannt machen.

12 Asiatische Tiere die du kennenlernen solltest!

1. Gangesgavial

Gangesgavial

Dieses außergewöhnliche Krokodil hat 110 Zähne in seiner langen, dünnen Schnauze, mit denen es versucht in Flüssen Fische zu fangen. Ein ausgewachsener Gharial ist im Durchschnitt zwischen 3,5 und 4,5 Meter lang.

Sie leben in schnell fließenden Flüssen, wo es Sandbänke gibt, auf denen sie sich sonnen können. Gharials sind leider vom Aussterben bedroht, es gibt nur noch schätzungsweise 235 Exemplare in freier Wildbahn.

2. Nebelparder

Der Nebelparder, der in den Ausläufern des Himalaya, in Südostasien und China lebt, ist ein außergewöhnlicher Einzelgänger und eine wirklich hübsche Wildkatze. Sie leben in der Regel unter Bäumen und sind bekanntlich sehr scheu, sodass es eine Seltenheit ist, sie in freier Wildbahn zu sehen.

Es ist jedoch bekannt, dass sie sich in Gebieten wie dem Nam-Et-Nationalpark in Laos und dem Namdapha-Nationalpark in Arunachal Pradesh aufhalten. Bei einem Besuch in die Parks sollte man allerdings nicht zu viel Hoffnung haben.

3. Komodowaran

Der Komodowaran lebt hautsächlich in Indonesion. Wie der Name schon sagt, ist einer der besten Orte, um Komodowarane zu sehen, der Komodo-Nationalpark.

Dieser Nationalpark liegt auf den kleinen Sunda-Inseln in Indonesien und besteht aus drei großen Inseln: Komodo, Rinca und Padar.

Komodowarane sehen ein wenig wie Drachen ohne Flügel aus und sind die größten Echsen der Welt. Sie können bis zu drei Meter lang und bis zu 135 kg schwer werden. Sie sind giftig und können überraschenderweise sehr schnell laufen.

4. Schneeleopard

Schneeleopard

Schneeleoparden sind Wildkatzen, die nur in den Bergen Zentralasiens und des Himalaya leben. Es wird geschätzt, dass es nur noch etwa ein paar tausend Schneeleoparden in freier Wildbahn gibt. Die meisten leben davon in Bergregionen Nepals.

Trotz der kontinuierlichen Bemühungen Nepals, die Schneeleopardenpopulation zu retten, ist sein langfristiger Fortbestand alles andere als sicher. Der Lebensraum wird immer weiter vom Menschen durch Viezucht und Abholzung in Anspruch genommen. Dadurch entstehen auch viele Konflikte zwischen Raubkatze und Mensch.

Schneeleoparden haben oftmals kaum eine andere Wahl, als Viez der Bauern zu reißen. Die Bauern wollen ihr Vieh schützen und schießen oder vergiften Schneeleoparden.

5. Schabrackentapir

Schabrackentapir

Der Schabrackentapir ist ein vom Aussterben bedrohtes Säugetier aus der Familie der Tapire, welches in einigen asiatischen Ländern beheimatet ist. Er sieht ein bisschen aus wie eine Kreuzung aus Schwein und Ameisenbär, mit seiner charakteristischen Schnauze, deren Oberlippe sich wölbt und über die Unterlippe hängt.

Er ist in der Regel mindestens einen Meter lang und wiegt bis zu 300 Kg und ist damit die größte der vier Tapirarten.

Der Tapir ist ein Einzeltier, außer wenn er sich fortpflanzt, und er ist im Allgemeinen aggressiv gegenüber Menschen und anderen Tieren, obwohl sie Pflanzenfresser sind. Er pfeift, klickt und macht schluckaufartige Rufe, um sich zu verständigen.

Regenwälder, niedrige Gebirgswälder, Buschland und Grasland sind die idealen Lebensräume für den Schabrackentapir. Es gibt noch etwa 2.000 Exemplare dieser Art, und ihr Bestand nimmt stetig ab. Dies ist auf den Verlust von Lebensraum durch illegale Abholzung und die Jagd zurückzuführen.

6. Japanmakak

Der Japanmakak, auch Schneeaffe genannt, lebt, wie der Name bereits vermuten lässt auf Inseln Japans. Sie sind dafür bekannt in heißen Quellen zu baden, wenn der Winter einbricht, um sich aufzuwärmen.

Die Ernährung des Japanmakaken hängt von den Jahreszeiten ab. Meist ist er im Sommer rein pflanzlich. Das heißt der asiatische Affe frisst Beeren, Pflanzen und Pilze. In anderen Jahreszeiten kann er aber auch Insekten und kleinere Tiere als Nahrung zu sich nehmen. Sie sind also typische Allesfresser.

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7. Chinesische WeichschildkröteFlorida softshell turtle

Die Chinesische Weichschildkröte sieht ein bisschen aus wie eine Schildkröte, der der Panzer fehlt. Ihr Rücken fühlt sich weich und lederartig an und sie lebt in tropischen Süßwasserlebensräumen.

Durch ihre Form ist sie hydrodynamischer als andere Schildkröten und kann extrem schnell schwimmen. Mit ihrem langen Hals und der langen Schnauze mit den Nasenlöchern am Ende kann sich die Softshell-Schildkröte in Schlamm und Sand eingraben oder sich im flachen Wasser verstecken und wie ein Schnorchel durch die Nase atmen.

8. Binturong

Ich glaube in Europa hat noch keiner etwas von dem asiatischen Tier Binturong, welches auch Bärenkatze genannt wird, gehört. Das liegt daran, dass es wie eine seltsame Kreuzung zwischen einem Bären und einer Katze aussieht, mit einem leicht mausähnlichen Aussehen.

Der Binturong ist in Asien beheimatet und kommt an verschiedenen südostasiatischen Reisezielen vor, darunter Palawan auf den Philippinen und Thailand. Im Khao-Sok-Nationalpark in Südthailand hat man die Möglichkeit, Binturong zu sehen.

9. Nasenaffe

Der etwas obszön aussehende Nasenaffe ist ein Baumaffe, der auf der Insel Borneo beheimatet ist. Wissenschaftler glauben, dass sich die unverwechselbaren übergroßen Nasen der Männchen entwickelt haben, um Partner anzulocken. Man kann diese frechen Kerle in Nationalparks auf ganz Borneo sehen.

Die Tiere in der beeindruckenden Landschaft des Bako-Nationalparks sind an glotzende Menschen gewöhnt und können bemerkenswert nahekommen.

10. PlumplorisSlow Loris (Nycticebus menagensis)

Dieses asiatische Tier ist der einzige giftige Primat der Welt, der bei einem Biss mit seinem Gift den Tod eines Menschen verursachen kann. Er hat Augen wie eine Eule und ein rundes Gesicht. Plumploris leben normalerweise auf Bäumen und ernähren sich von Blättern, Früchten, Vögeln und Reptilieneiern.

Diese nachtaktiven Tiere haben eine Lebenserwartung von 20 Jahren und bringen in der Regel nach einer Tragezeit von 6 Monaten pro Jahr ein oder zwei Junge zur Welt.

11. Kragenbär

Der Krangenbär ist in ganz Asien in Afghanistan, Pakistan, Indien, Nepal, Bhutan, Thailand und China beheimatet. Aufgrund der Auswirkungen der Abholzung wird diese Bärenart von der IUCN als „gefährdet“ eingestuft.

Der Khao Yai-Nationalpark, der Mu Ko Chang-Nationalpark und der Nam Nao-Nationalpark sind nur einige Orte, an denen man versuchen kann den Bären zu beobachten.

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12.Pangolinpangolin

Der Pangolin, auch als Ameisenbär bekannt, ist ein vom Aussterben bedrohtes Säugetier, das in Asien und Afrika lebt. Dieses asiatische Tier ist recht einzigartig. Es geht auf den Hinterbeinen, die Vorderkrallen sind nach vorne gekrümmt und es hat eine dicke, schuppige Haut, die angeblich hart genug ist, um einen Axtschlag abzuwehren.

Doch hinter diesem harten Äußeren verbirgt sich ein schüchterner Charakter und ein entwaffnend niedlicher Gesichtsausdruck. Als die am häufigsten gewilderten Tiere der Welt ist ihr ängstliches Auftreten durchaus berechtigt.