Es gibt kaum ein Tier, welches so bekannt ist, wie ein Panda. So gut wie jedes Kind liebt diese tollpatschigen Bären. Doch es gibt immer eine Menge Fragen. Die 12 am häufigsten gestellten Fragen, möchte ich in diesem Beitrag beantworten!

Sind Pandas gefährlich?

Auch wenn sie harmlos aussehen, können Pandas für Menschen gefährlich sein. Sie haben einen kräftigen Käfer und sehr scharfe Krallen. Zwar greifen Pandas nur selten Menschen an, aber wenn es zu Zwischenfällen kommt, sind sie meist schwerwiegend. Pandas sind wesentlich stärker als wir Menschen.

Dennoch sind Pandas keine Gefahr für uns Menschen, solange wir sie in Ruhe lassen. Wenn man sie bedrängt, greifen sie natürlich, wie jedes Tier, an.

Pandas sind wie alle anderen Bären auch wilde Tiere, die sich größtenteils von Instinkten leiten lassen. Der wichtigste und stärkste Instinkt ist der Überlebensinstinkt. Falls sich ein Panda also bedroht fühlt, ist es nur eine Frage der Zeit bis er sich verteidigt und zu beißt. Wir sollten deshalb jedes Tier respektieren und Abstand halten.

Können Pandas schwimmen?

Auch wenn sie nicht so aussehen. Pandas können tatsächlich schwimmen. Und das sogar richtig gut.

Pandas sehen halt immer ein wenig dicklich und gemütlich aus. Doch der erste Eindruck täuscht. Sie sind zwar nicht die sportlichsten Tiere, dennoch haben sie einiges auf den Kasten.

Ihr Lebensraum in der Natur befindet sich meist in der Nähe von Wasserquellen wie Flüssen und Bächen. In diese gehen sie tatsächlich auch gerne rein. Nicht direkt um zu schwimmen, aber um sich zu reinigen und natürlich zu trinken.

Sind Pandas vom Aussterben bedroht?

Mit nur etwa 2060 in freier Wildbahn lebenden Pandas wird er auf der Roten Liste der IUCN als vom Aussterben bedroht eingestuft. Pandas pflanzen sich sehr langsam fort, weshalb es auch eine Weile dauert bis sich der Bestand erholen kann.

Einer der Hauptgründe für den Rückgang der Pandapopulationen ist die Zerstörung des Lebensraums. Da die menschliche Bevölkerung in China weiter wächst, wird der Lebensraum der Pandas durch den Bau von Straßen und Wohnhäusern zerstört.

Die Zerstörung des Lebensraums führt auch zu Nahrungsknappheit. Pandas ernähren sich je nach Jahreszeit von verschiedenen Arten von Bambus. Viele dieser Bambusarten gibt es kaum noch, da sie von uns Menschen verdrängt wurden. Dadurch steigt natürlich das Risiko eines Hungertods.

Wie alt werden Pandas in der Wildnis?

Viele Studien und Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Pandas in freier Wildbahn etwa 15 bis 20 Jahre alt werden können. Auf diese Zahl zu kommen ist aber gar nicht so leicht. Man kann bei wilden Pandes nur sehr schlecht erkennen, wie alt sie wirklich sind.

Auch wenn es nur wenige natürliche Fressfeinde gibt, ist das Leben der Pandas durch menschliche Aktivitäten immer noch stark gefährdet. Außerdem sterben Pandas in der Natur relativ häfig, weil sie nicht genug Nahrung finden.

Wie alt werden Pandas in Gefangenschaft?

Pandas können in Gefangenschaft bis zu 30 Jahre alt werden. Darüber hinaus gibt es Berichte von chinesischen Wissenschaftlern über Pandas, die bis zu 35 Jahre alt wurden. Dieser große Unterschied zu den Tieren in freier Wildbahn macht deutlich, dass Pandas in freier Wildbahn wesentlich kürzer leben.

In Zoos zu leben hat für Pandas natürlich nicht nur Nachteile, sondern auch einige Vorteile. Sie erhalten medizinische Versorgung und reichlich Nahrung. In freier Wildbahn ist nichts gesichert und nur eine kleine Verletzung kann schnell zum Tod führt.

Was fressen Pandas?

Pandas fressen gerne Pfeilbambus, schwarzen Bambus und „Wasserbambus“ sowie etwa 20 weitere Bambusarten. Vom Bambus fressen sie am liebsten die Sprossen und die Blätter.

Pandas fressen je nach Jahreszeit verschiedene Arten und Teile von Bambus. Im Frühling und Sommer fressen sie gerne verschiedene Sprossen, im Herbst die Blätter des Bambus und im Winter vor allem die Bambuswurzeln.

Da der Nährwert von Bambus sehr gering ist, müssen Pandas jeden Tag 23-40 kg essen, um ihren Energiebedarf zu decken.

Wo leben Pandas?

Der einzige verbleibende Lebensraum der Pandas befindet sich am gebirgigen Ostrand Westchinas in den Provinzen Sichuan, Shaanxi und Gansu. Dort leben sie in den Bambuswäldern, meist an Flüssen oder kleinen Bächen.

In China gibt es über 60 Naturschutzgebiete, die den Lebensraum des Großen Pandas schützen. Dennoch wurde ihr Lebensraum in den letzten Jahrhunderten extrem stark eingeschränkt.

Sind Pandas schlau?

Auch wenn es oft nicht so wirkt, aber Pandas sind sehr intelligente Tiere. Obwohl sie manchmal recht tollpatschig wirken, können sie schwere Probleme lösen, wofür man eine gewisse Hirnleistung braucht.

Auch wurde beobachtet, wie Pandas auf schlaue Weise, aufgestellte Fallen umgehen. Des weiteren haben sie es schon oft geschafft, aus ihren Gehegen im Zoo auszubrechen.

Haben Pandas Feinde?

Ausgewachsene Pandas haben in freier Wildbahn keine natürlichen Feinde. Dank ihrer Größe und ihrer Stärke, kann es kaum ein anderes Tier mit ihn aufnehmen. Sie stehen daher an der Spitze der Nahrungskette.

Bei den kleinen Panda-Babys sieht die Sache allerdings etwas anders aus. Sie sind winzig klein, wenn sie geboren werden, und im ersten Jahr ihres Lebens sind sie praktisch wehrlos. Sie müssen von ihren Müttern streng bewacht werden, damit sie nicht anderen großen Tieren wie Schneeleoparden und größeren Vögeln zum Opfer fallen.

Wann wurden Pandas das erste mal entdeckt?

Am 1. April 1869 wurde der erste Panda von einem Priester entdeckt, der zu dieser Zeit in Sichuan lebte. Er entdeckte das schöne Tier aus Neugierde, nachdem er ein besonderes schwarz-weißes Tierfell gesehen hatte. Er war wohl der erste Mensch aus dem Westen, der einen Panda gesehen hat und es auch dokumentierte.

Bei dem Priester handelte es sich Armand David, der auch ein Botaniker und Zoologe war. Als Botaniker wurde David auf eine Mission geschickt, um bestimmte Pflanzen- und Tierarten in China zu sammeln. Er plante, die Arten zur Identifizierung an das Naturkundemuseum in Paris zu übermitteln.

Auf seiner Reise nach China entdeckte er dann aber die Pandas. Seitdem sind sie auch in Europa bekannt und schon einige Jahre später, wurden sie in die europäischen Zoos überführt.

Wie groß werden Pandas?

Ein erwachsener Panda kann eine Schulterhöhe von 90 cm und eine Körperlänge von 150cm erreichen. Ihr Schwanz ist recht klein und erreicht nur eine Länge von bis zu 10 cm.

Erwachsende Pandas erreichen ein Gewicht von maximal 110kg. Dabei sind männliche Pandas meist ein bisschen größer und schwerer als ihre Weiblichen Artgenossen.

Können Pandas auch Fleisch essen?

Normalerweise sind Pandas dafür bekannt nur Bambus zu fressen. Doch 2011 wurde vom BBC berichtet, dass ein wilder Panda gesehen wurde, der an den Überresten eines toten Gnus geknabbert hat.

Das war allerdings fast ein Einzelfall, denn nur ca. 1 Prozent der Pandapopulation frisst Fleisch. Das Verdauungssystem der Pandas ist allerdings so beschaffen, dass sie Fleisch leicht verdauen können.

Wenn man Pandas und ihre Biologie theoretisch betrachtet, sollten Pandas eigentlich Fleischfresser sein. Denn selbst nach Tausenden und Millionen von Jahren der Evolution vom Fleischfresser zum Pflanzenfresser verdaut ihr inneres System grundsätzlich Fleisch und Proteine.