Auf unserer schönen Erden gibt es fast 10.000 Vogelarten. Doch vielen Populationen beziehungsweise Arten davon geht es überhaupt nicht gut. Viele sind Bedrohungen wie Abholzung, invasive Arten und Klimawandel ausgesetzt, und etwa 12 % gelten mittlerweile als vom Aussterben bedroht.

Hunderte von seltenen Vogelarten könnten innerhalb eines Jahrhunderts verschwinden, was nicht nur für Vogelfreunde ein Verlust wäre, sondern auch für unsere Erde. Vögel erbringen eine Reihe von Ökosystemleistungen, um Lebensräume am Leben zu erhalten, und fungieren oft als Symbol eines Ökosystems. Solange es den Vogelbeständen gut geht, geht es auch dem System drum rum gut.

Hier sind 10 bedrohte Vogelarten, die du unbedingt kennen solltest!

1. Flaumfußtauben

Die Flaumfußtaube (P. roseicapilla) ist ein gefährdeter Vogel, der auf Guam und den Nördlichen Marianen lebt. Eine Vielzahl von Bedrohungen hat die einheimische Population in den letzten Jahren stark schrumpfen lassen. Verlust von natürlichen Lebensraum und invasive Arten sind die beiden größten Bedrohungen für die Wiederansiedlung dieser Taubenart. Hier findest du 15 weitere spannende Taubenarten!

2. Blaulatzara

Der Blaulatzara aus Bolivien hat mächtig unter dem internationalen Heimtierhandel gelitten, der seine Wildpopulation in den 1970er und 80er Jahren stark einbrechen ließ. Bolivien verbot 1984 den Export der vom Aussterben bedrohten Papageien, aber die Abholzung der Wälder bedroht immer noch die etwa 120 wildlebenden Überlebenden – eine Zahl, die um ein Vielfaches kleiner ist als die weltweite Anzahl der als Haustiere gehaltenen Tiere. Hier geht es zu den 10 schönsten Papageiarten der Welt!

3. Hawaii-Rohrsänger

Der Rohrsänger ist eine hawaiianische Grasmücke, die in zwei Unterarten aufgeteilt ist, die jeweils von ihrer eigenen kleinen Insel stammen. Die eine, die Laysan-Mühlvogelart, ist seit 1923 ausgestorben, weil nicht-einheimische Kaninchen und Vieh die lokale Vegetation weggefressen haben. Damit bleibt nur noch der vom Aussterben bedrohte Hawaii-Rohrsänger übrig, dessen Bestand auf der 173 Hektar großen Insel Nihoa zwischen 50 und 800 schwankt. In den letzten Jahren haben Wissenschaftler auch damit begonnen, die bedrohte Vogelart auf anderen Inseln anzusiedeln.

4. Kalifornischer Kondor

Eine weitere Vogelart, die stark bedroht ist, ist der Kalifornische Kondor (G. californianus). Der Vogel ist 1987 in freier Wildbahn tatsächlich ausgestorben. In den vorangegangenen Jahren unternahm das US-Innenministerium (DOI) ein ehrgeiziges Projekt, um jeden in der Wildnis verbliebenen Kondor einzufangen. Damals waren es nur noch 26.

Seitdem ist die Gesamtpopulation auf über 400 angestiegen, und das DOI hat Kondore in den Nationalparks Zion und Grand Canyon wieder angesiedelt. Diese Zahlen können jedoch trügerisch sein. Derzeit gibt es nur 44 ausgewachsene Tiere in freier Wildbahn, und selbst kleine Verluste an Lebensraum drohen die Population weiter zu verkleinern.

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5. Balistar

Der majestätische Balistar ist das offizielle Maskottchen von Bali, Indonesien. Aufgrund jahrzehntelanger illegaler Fallenjagd für den Heimtierhandel ist die Art stark gefährdet. Es gibt nur noch etwa 115 wilde Exemplare, die auf drei kleine Lebensräume beschränkt sind. Inzwischen leben schätzungsweise 1.000 Balistar Vögel in Gefangenschaft auf der ganzen Welt.

6. Schreikranich

Schreikraniche sind die größten Vögel Nordamerikas und befinden sich noch in der Anfangsphase eines unwahrscheinlichen Comebacks. Überjagung und Lebensraumverlust hatten die Art bis in die 1940er Jahre auf nur noch 15 Vögel reduziert, aber dank intensiver Schutzbemühungen – einschließlich des Einsatzes von Ultraleichtflugzeugen, um jungen Kranichen das Fliegen beizubringen – ist die Population heute auf etwa 600 angewachsen.

7. Schnee-Eule

Die meisten Menschen werden die Schneeeule (B. scandiacus) aus der Harry Potter-Filmreihe kennen. Die Schnee-Eule wird derzeit als „gefährdet“ eingestuft. Was noch schlimmer ist, ihre Populationszahlen nehmen rapide ab. Diese Vögel sind aufgrund ihres Lebensraumes besonders gefährdet. Sie leben hauptsächlich nördlich der 60°-Breitenlinie. Durch das Abschmelzen der Polkappen verschwinden auch die Beutetiere, von denen sich Schneeeulen ernähren, wie z. B. Mäuse. In Kombination mit dem Verlust von Lebensraum haben diese Faktoren stark zu dem 85-prozentigen Rückgang ihrer Population seit 2003 beigetragen.

8. Philippinenadler

Der Phillippinenadler (auch Affenadler genannt) kann bis zu 60 Jahre alt und fast einen Meter lang werden, was ihn zu einer der größten heute lebenden Adlerarten macht. Trotz seiner Rolle als Nationalvogel der Philippinen ist er vom Aussterben bedroht, da er in den letzten 50 Jahren weite Teile seines Lebensraumes durch die Abholzung der Wälder verloren hat. Jüngste Erhebungen deuten darauf hin, dass es noch 90 bis 250 Exemplare gibt, die sich paaren.

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9. Gelbaugenpinguin

Der Gelbaugenpinguin meidet die engen Kolonien und eisigen Umgebungen vieler Pinguinarten und entscheidet sich für ein weitläufigeres, weniger geselliges Leben in Neuseelands Küstenwäldern. Er ist auch einer der seltensten Pinguine der Welt, obwohl Schutzbemühungen ihm kürzlich geholfen haben, sich auf mehr als 400 Paare auf dem neuseeländischen Festland zu erholen.

10. Waldrapp

Einst im gesamten Nahen Osten, Nordafrika und Südeuropa verbreitet, befindet sich der Waldrapp seit Jahrhunderten in einem langsamen, mysteriösen Rückgang. Heutzutage leben nur noch einig Hundert Exemplare in Marokko, der Türkei und Syrien. Wissenschaftler vermuten, dass nicht identifizierte natürliche Faktoren hinter dem langfristigen Rückgang stehen, aber das schnellere Tempo der jüngsten Verluste wird auch auf menschliche Aktivitäten zurückgeführt.